Blick über das Kunstrasen-Sportfeld mit weißer Linierung, Ballfangzaun, zwei Toren und einem Basketballkorb

Leistungen

Sportanlagen

Sportplätze, Laufbahnen und Hartplätze. Von der Bestandsaufnahme über den Belagsaufbau bis zur Bauüberwachung.

Alle Leistungen
Gepflasterte Fläche mit rotem Torpfosten und Pflanzstreifen am Rand des eingezäunten Kunstrasenfelds
Randbereich eines Schulsportplatzes mit Ballfang und Pflanzstreifen, Hohenstein-Ernstthal.

Aufgabe

Anlagen für den Sport

Sportanlagen verlangen technische Tiefe. Tragschichten, Dränage, Belagsaufbau und Linienführung hängen voneinander ab und werden gemeinsam festgelegt.

Auftraggeber sind Landkreise, Städte und Gemeinden als Schul- und Sportstättenträger.

  • Sportplätze
  • Laufbahnen
  • Hartplätze
  • Natur- und Kunstrasen
Gepflasterter Zugang vom Schulhof auf den Kunstrasen, links das Schulgebäude, rechts ein Geräteschuppen
Barrierefreier Zugang zum Platz, zugleich Zufahrt für Pflegefahrzeuge, Hohenstein-Ernstthal.

Zugang und Nebenflächen

Was neben dem Feld liegt

Ein Sportplatz besteht nicht nur aus der Spielfläche. Die Nebenflächen entscheiden darüber, wie die Anlage im Alltag zu betreiben ist.

  • Barrierefreier Zugang
  • Pflegezufahrt
  • Geräteunterstand
  • Abstellflächen

In einer dokumentierten Planung ersetzte ein 2,50 Meter breiter, barrierefreier Zugang die alte Treppenanlage und dient zugleich als Zufahrt für Pflegefahrzeuge.

Belagswahl und Aufbau

Welcher Belag passt, entscheidet sich am Unterbau, an der Nutzung und daran, was vom Bestand tragfähig weiterverwendet werden kann.

Beispiel Hohenstein-Ernstthal

Kunstrasen

Rückbau
Der alte zweischichtige Kunststoffbelag wurde ausgebaut.
Grundlage
Die 10 Zentimeter starke wasserdurchlässige Asphalttragschicht blieb als Verlegegrundlage erhalten.
Neuer Aufbau
Olivgrüner Kunstrasen mit 24 Millimeter Polhöhe auf einer 10 Millimeter starken Elastikmatte.
Füllstoff
Rund 12 Kilogramm Sand je Quadratmeter; kein Gummigranulat wegen der Diskussion um Mikroplastik.

Steht bei Ihnen eine Sanierung an? Nennen Sie Ort, Belagsart und den gewünschten Ausführungszeitraum, dann lässt sich die Anfrage einordnen.

Projekt anfragen
Frisch bepflanzter Randstreifen mit Balancierbalken aus Holz neben dem eingezäunten Kunstrasenfeld
Neu bepflanzter Randstreifen entlang des Ballfangs, Hohenstein-Ernstthal.

Was den Kostenrahmen früh bestimmt

Fünf Punkte vor der Kostenberechnung

Der sichtbare Belag ist selten der größte Posten. Was darunter liegt und was vom Bestand bleiben kann, wiegt schwerer. Diese fünf Punkte werden deshalb vor der Kostenberechnung geklärt.

  1. Unterbau

    Ist die vorhandene Tragschicht tragfähig, kann sie oft weitergenutzt werden. Das spart den größten Einzelposten.

  2. Entwässerung

    Vorhandene Abläufe, Dränagen und Gefälle bestimmen, ob nur der Belag oder der gesamte Aufbau erneuert werden muss.

  3. Höhenlage

    Wird die Anlage auf die Bestandshöhen eingeordnet, entfällt ein großer Teil der Erdarbeiten.

  4. Altlasten

    Verdachtsflächen aus früherer gewerblicher Nutzung können erheblichen Mehraufwand bei der Herstellung auslösen. Das gehört vor die Kostenberechnung.

  5. Bestand

    Tore, Ballfangeinrichtungen und Ausstattung lassen sich häufig weiterverwenden. In einer dokumentierten Planung wurden die vorhandenen Masten verlängert, statt neue zu setzen.

Das Regelwerk für Sportfreianlagen

Für Sportfreianlagen gilt die Normenreihe DIN 18035. Teil 1 regelt Planung und Maße, die Teile 4 bis 7 sind nach Belagsart gegliedert.

Stehen auf der Anlage zusätzlich Spielgeräte, gelten dafür DIN EN 1176 und DIN EN 1177, für die Zugänge DIN 18040-3.

Genannt sind Nummer und Titel ohne Ausgabestand. Maßgeblich ist jeweils die im Planungszeitraum geltende Fassung.

DIN 18035-1
Sportplätze, Freianlagen für Spiele und Leichtathletik, Planung und Maße Planungsgrundsätze und Maße für Sportfreianlagen einschließlich Mehrfachnutzung. Nicht anzuwenden auf Anlagen für Schwimm-, Rad-, Reit- und Golfsport.
DIN 18035-3
Sportplätze, Entwässerung Entwässerungseinrichtungen für Rasen-, Tennen-, Kunststoff- und Kunststoffrasenflächen.
DIN 18035-4
Sportplätze, Rasenflächen
DIN 18035-5
Sportplätze, Tennenflächen
DIN 18035-6
Sportplätze, Kunststoffflächen
DIN 18035-7
Sportplätze, Kunststoffrasensysteme Anforderungen an die Schichten unter dem Kunstrasen, an die Füllstoffe und an die Umweltverträglichkeit.

Der Ablauf nach HOAI

Je nach Auftrag werden die Leistungsphasen 1 bis 9 erbracht. Was in welcher Phase passiert, steht ausführlich unter Leistungen im Überblick.

  1. Grundlagenermittlung

  2. Vorplanung

  3. Entwurfsplanung

  4. Genehmigungsplanung

  5. Ausführungsplanung

  6. Vorbereitung der Vergabe

  7. Mitwirkung bei der Vergabe

  8. Objektüberwachung

  9. Objektbetreuung

Dokumentierte Referenzen

Hohenstein-Ernstthal
Sportplatz Schule Am Sachsenring
Übersicht
Alle Projekte

Häufige Fragen

Kann der vorhandene Unterbau weitergenutzt werden?

Oft ja, wenn er tragfähig und ausreichend wasserdurchlässig ist.

In einer dokumentierten Planung blieb die 10 Zentimeter starke Asphalttragschicht unter dem alten Belag als Verlegegrundlage erhalten. Ob das trägt, zeigt die Bestandsaufnahme.

Warum wird auf Gummigranulat als Füllstoff verzichtet?

In der dokumentierten Planung wurde die Verfüllung mit Gummigranulat wegen der Diskussion um Mikroplastik ausgeschlossen.

Stattdessen wurde der Kunstrasen mit rund 12 Kilogramm Sand je Quadratmeter hochverfüllt.

Lässt sich ein Platz für mehrere Sportarten nutzen?

DIN 18035-1 behandelt die Mehrfachnutzung ausdrücklich.

In einer dokumentierten Planung wird der Platz für Fußball, Basketball und Volleyball genutzt und dient zugleich als Anlaufbahn für den Weitsprung.

Was passiert, wenn der Platz für die normgerechten Maße zu klein ist?

Dann wird die Abweichung benannt und ein Ausgleich geplant, statt sie stillschweigend zu übergehen.

In einer dokumentierten Planung ließ sich der Auslauf der Kurzlaufbahnen wegen der beengten Verhältnisse nicht normgerecht herstellen.

Als Ausgleich wurde die angrenzende Böschung ebenfalls mit Kunstrasen befestigt.

Eine Anlage, die wieder tragen soll?

Ort, Belagsart und gewünschter Ausführungszeitraum genügen für den ersten Schritt.